Der Erfrischer

SIMONE BRESSAN
Wenn Simone mitbekommt, wie sich Leute an einem seiner Tische das Maul zerreißen über seine Stadt kann er auch mal laut werden. Er sagt: „Homberg ist meine Heimat. Und wenn ich es in meinem Garten schön haben will, dann rufe ich nicht nach dem Nachbarn.“ Auch wer das anders sieht ist ihm nicht lange böse, viel zu lecker schmeckt sein Eis.

Text & Fotografie: Jonathan Linker | Handlettering: Julia Wenderoth | Design: Jonas Seemann

Setzt auf regionale Rohstoffe: In die Eismaschine von Simone kommt was Nordhessen hergibt. Und weil das manchmal ganzschön viel auf einmal ist, machen er und seine Familie es ein. So gibt es auch schon im Frühjahr Himbeeren aus Homberg zum dunklen Schokoladeneis.
Wertschätzung hat einen Geschmack
365 Tage, 365 Eissorten. Das ist Simone Bressan, der Eischef vom Eiscafe Bressan. Der quirligste aller Homberger rollt die Augen, wenn er Eisvitrinen sieht, in denen Vanille, Schokolade und Stracciatella dominieren. Seine Eissorten sind individuelle Kreationen, zusammengesetzt aus den Zutaten der jeweiligen Saison. In der Rhabarberzeit holt er die Stangen vom Feld und wenn die Erdbeeren in Mühlhausen reifen, heißt die Lieblingssorte vieler Stammgäste Jahr für Jahr „Homberg küsst Mühlhausen“. Simone bringt so nicht nur frischen Wind und internationale Eistrends nach Homberg, er schafft auch ein Bewusstsein für regionale Lebensmittel und ihre Qualität. Damit knüpft er an die Ideale der Slow-Food-Bewegung an.

100 Prozent für seine Heimat
Wegen seiner Freude am Eismachen kommen die Leute aus der ganzen Region zu ihm – und wenn ein Radiosender auf Facebook nach dem besten Eis Hessens fragt, liest man Simones Namen besonders häufig in den Kommentaren. Die Eisdiele von Bressans ist ein kleiner Familienbetrieb und jeder hat rund ums Jahr viel zu tun. Unbeirrt davon sieht man Simone trotzdem fast täglich in der Stadt und mindestens genauso oft auf YouTube, Facebook und Instagram dabei, wie er auf die Vorzüge seiner Heimat aufmerksam macht.

Schleppt Bänke, damit andere sitzen können
Simone setzt sich mit seinem Gespür für effizientes Marketing fürVeranstaltungen, Feste und Events und allgemein frischen Wind in Homberg ein. Er ist ein ungeduldiger Typ der nicht gerne lange Abends sitzt und Pläne wälzt, zum Beispiel dazu wie der nächste Wochenmarkt gestaltet werden soll. Er steht lieber um fünf Uhr auf und schafft Bänke auf den Platz vor der Kirche, damit die Leute nicht nur einkaufen, sondern auch ein bisschen sitzen, innehalten und genießen was sie an Homberg haben.

Simone Bressan im Interview

„Homberg ist meine Heimat. Und wenn ich es in meinem Garten schön haben will, dann rufe ich nicht nach dem Nachbarn.“

Was bietet dir die Region Homberg?

Uns gibt die Region sehr viel, vor allem ist sie unsere Heimat, wo alle unsere Freunde leben und arbeiten. Sie gibt uns aber auch ganz praktisch regionale Produkte, die wir für unser Eis verwenden können, so macht es direkt doppelt Spaß, neue Eissorten und Becher mit Bauern und Erzeugern von Nebenan zu kreieren.

Was kannst du für die Region tun?

Wir versuchen immer mit neuen und außergewöhnlichen Eis-Kreationen neue Leute anzulocken und immer mal wieder Veranstaltungen für die Homberger zu veranstalten.

Was fehlt dir In der Region?

Unsere Region hat also super viel zu bieten, vor allem Landschaftlich. Hier fehlt es allerdings ein bisschen daran, dieses Potential auch auszuschöpfen. Unsere Natur ist so schön und besonders, es wäre super, wenn viel mehr Touristen das sehen und erleben könnten.

Was wünschst du dir für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir mehr Zusammenhalt und Wertschätzung für meine Heimatstadt, damit wir noch viel mehr aus der Region rausholen können!

Mein Lieblingsort

Burgberg in Homberg

Von meinem Eiscafé aus bin ich schnell am Burgberg von Homberg und damit mitten im Wald. Der Weg führt einmal um die Burg herum und ist perfekt um zwischendurch runterzukommen wenn nicht viel Zeit ist.

Wo ist das?

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